„Und jetzt entspannen. Das Leben kann so schön sein. Wir wollen gar nicht daran denken. Man muss auch nicht alles auf sich beziehen.
Hier werden Konflikte und Probleme delegiert. Starring Maria Kwiatkowsky. Maria Kwiatkowsky lebt nicht mehr, ich kann sie trotzdem besetzen, das ist Kunst.
Live habe ich Maria Kwiatkowsky nie gesehen. Ich bin ihr nicht einmal zufällig begegnet, in Berlin, in Freiburg, in Düsseldorf, in Zürich, überall habe ich sie knapp verpasst, sogar im Fernsehen. Sicher hätte ich ihr Spiel bereits damals geliebt. Doch ich hatte genug zu tun mit meinem eigenen Leben: Mühe und Arbeit, meist nichts als Vorarbeiten, ich bin immerzu beschäftigt, Projekte zu entwerfen, Beziehungen zu pflegen, Kontakte zu knüpfen – hätten Sie zum Beispiel einen Job für eine Offtheaterregisseurin mit wechselhaften Erfahrungen und lückenhaftem Lebenslauf? Schon gut, dann arbeite ich weiter mit verstorbenen Nachwuchsstars. […]“
Heft Nr. 249 der Literaturzeitschrift manuskripte ist frisch erschienen, unter anderem mit einem Vorabdruck meines Romananfangs Überleben im Falschen.